POSITIONEN – Vom Bleiben und vom Kommen Kinder der Schatzinsel erforschen Müll, Meere und globale Zusammenhänge

Kinder der Schatzinsel erforschen Meere, Müll und globale Fragen – im Projekt „Vom Bleiben und vom Kommen“ mit Jugend im Museum e.V.

(c) Jugend im Museum e.V.

Mit dem Projekt „Vom Bleiben und vom Kommen“ konzentriert sich Jugend im Museum e.V. auf das Globale Lernen im Bereich der frühkindlichen Bildung und verbindet hier sinnstiftend politische und kulturelle Bildung im Kontext von Museen. Fröbel e.V. ist einer der Partner in dem dreijährigen Projekt, das unter anderem von Engagement Global gefördert wird. Ziel ist es, globale Zusammenhänge – etwa die Vielschichtigkeit von Migration, Fragen von Zugehörigkeit und zur Nachhaltigkeit– für junge Kinder erfahrbar zu machen und langfristige Bildungskooperationen zwischen Museen und pädagogischen Einrichtungen aufzubauen.

„Dem Müll auf der Spur“ – Globales Lernen konkret

Wie lange bleibt Müll im Boden? Was passiert mit Plastik im Meer? Und warum hat ein Land wie Ruanda bereits früh Plastiktüten verboten? Mit diesen Fragen setzten sich die Kinder des Fröbel-Kindergartens Schatzinsel in dialogischen Gesprächen und kreativen Arbeitsphasen auseinander. Gemeinsam mit Juliane Lippok (Projektleitung Jugend im Museum e.V.) und Carolin Schilling (Pädagogische Fachkraft und Multiplikatorin für Kulturelle Bildung) sortierten sie Abfälle, analysierten Materialien und entwickelten eigene Ideen für einen bewussteren Umgang mit Müll.

Ein besonderes Experiment machte deutlich, dass Müll nicht einfach „verschwindet“: Die Kinder haben verschiedene Abfälle vergraben und beobachteten, wie lange sie zum Abbau benötigen. Schnell entstand ein Gespräch über globale Folgen – etwa die Verschmutzung der Meere – und darüber, was verantwortungsvoller Konsum im Alltag bedeuten kann.

Die Kinder haben eine große Sensibilität entwickelt. Selbstständig fingen sie an, Müll im Innen- und Außengelände der Kita zu sammeln. Auch zu Hause ist das Thema stärker in den Fokus gerückt, berichten mir die Eltern“, so Carolin Schilling.

Ein Besuch im Futurium Berlin ergänzte die Projekttage. Dort erkundeten die Kinder unter anderem eine Murmelbahn aus alten Fahrradketten und Kunststoffflaschen sowie die Ausstellung Ocean Futures. Die Exponate boten anschauliche Beispiele dafür, wie aus vermeintlichem Abfall neue Ideen entstehen können – und knüpften unmittelbar an die Fragen an, die die Kinder zuvor in der Kita entwickelt hatten.

(c) Fröbel e.V.

Museum, Nachhaltigkeit und Vielfalt zusammendenken

Für den Fröbel-Kindergarten Schatzinsel, der sich auf den Weg gemacht hat, Berlins erste Museumskita zu werden, markiert das Projekt einen wichtigen Schritt: Museumskooperationen werden gezielt mit Fragen der Bildung für nachhaltige

Entwicklung und gesellschaftlicher Diversität verknüpft. Die Kinder erleben Museen nicht nur als Ausstellungshäuser, sondern als Räume für globale Perspektiven, kritisches Nachfragen und kreatives Handeln. Themen wie Konsum, Verantwortung und weltweite Verflechtungen werden so früh im Kita-Alltag verankert – ausgehend von den Fragen und Erfahrungen der Kinder.

Eine Kooperation von Jugend im Museum e.V., Fröbel e.V. und der Kita Schatzinsel. Weitere Informationen zum Projekt unter folgendem Link